Historie zum „Narrenabend“ beim „Sängerbund 1901 e.V., Mainflingen“

Die Fastnacht beim Sängerbund ist seit den frühen dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts - mit Unterbrechung durch die Kriegsjahre - ein fester Bestandteil des Vereinslebens. Waren es in der Anfangszeit Maskenbälle, so fand im Jahr 1947 der erste Kappenabend statt. Karl Steil jr. notierte dazu im Protokollbuch:

Neben dem überaus gut verlaufenen 1. Nachkriegssängermaskenball ist der Kappenabend am Fastnachtmontag zu erwähnen. Es gelang dem Verein aus eigener Initiative einen rheinischen Karnevalsabend zu veranstalten, der sich mit dem Familienabend über die Grenzen Mainflingens einen guten Klang für den Gesangverein Sängerbund erwerben konnte.“ Er dankte anschließend dem „närrischen Komitee“ des Vereins.

Nicht unerwähnt soll hier bleiben, dass Karl Steil jr. in diesen Jahren wesentlich zum Erfolg der Kappenabende beitrug.

Der Maskenball, meist eine Woche vor Fastnacht, und der rheinische Kappenabend am Rosenmontag verbunden mit einem Umzug durch den Ort waren in den späten vierziger und in den fünfziger Jahren wesentliche Programmpunkte im Jahresverlauf.

An die Tradition der Kappenabende wurde in den siebziger Jahren mit der „Närrischen Gesangstunde“ wieder angeknüpft. Federführend war zu dieser Zeit Ferdi Glaab, der Vorsitzende im Kultur- und Veranstaltungsbereich. Mit lustigen Gesangsvorträgen, Büttenreden, Tanzeinlagen und Sketchen wurden die Lachmuskeln der Gäste aber auch der Aktiven strapaziert.

Das Männerballett, 1989 gegründet, ist aus unseren Fastnachtsveranstaltungen nicht mehr wegzudenken. Doch die Herren, die unter der Leitung von Nicole Walter tanzen, beschränken ihr närrisches Treiben nicht nur auf die heimischen Gefilde. Sie scheuen den Vergleich nicht und nehmen auch den Wettbewerb mit anderen Männerballetten auf.

Mit  der Glühweinparty im November setzen sie seit Jahren den Startpunkt in die neue Fastnachtsaison

1994 wird aus der närrischen Gesangstunde der Narrenabend

und Ferdi Glaab übergibt das närrische Zepter an den neuen Sitzungspräsidenten Alexander Safran. Als gut beobachtender und treffend formulierender Protokoller bleibt Ferdi Glaab dem Fastnachts-treiben verbunden. In diesen Jahren sind Bettina Griesfeller und Beate Niedenzu die treibenden Kräfte, sie stellen das Programm zusammen,  motivieren die Akteure und koordinieren die Auftritte. 

Nach dem Weggang von Alexander Safran übernimmt Thomas Schulz 2004 den Part des Sitzungspräsidenten. In den Jahren zuvor war er bereits federführend an zahlreichen tollen Sketchen beteiligt, erinnert sei hier beispielsweise an das „Herzblatt“ oder die „Grammy-Verleihung“. Als italienischer Hausmeister gibt Thomas Schulz 2009 die Leitung des Narrenabends an Thorsten Pfister ab.

Aktiv als Sitzungspräsident, Tänzer im Männerballett und Büttenredner prägt er nun gemeinsam mit Anette Schneider, die die Fäden im Hintergrund zieht, unseren Narrenabend.

Im Jahre 2011 wurde das Mainflinger Dreigestirn (Prinz, Schimmel, Meerjungfrau) durch die Freunde des Dreigestirns e.V. gegründet. Die drei Figuren, sollen Mainflinger Geschichte, Tradition und Heimat symbolisieren. Der Prinz, der natürlich für die urstämmige Maaflinger Fastnacht steht, der Schimmel, der nach einer Sage zum Wappentier wurde und schließlich die Seejungfrau, die das Naturschutzgebiet um die ehemaligen „Bongschen Seen“ unterhalb der Sendetürme verkörpert und als dessen Hüterin gelten soll. Die Teilnehmer werden seit der Gründung jeweils von den Mainflinger fastnachtsbetreibenden Vereinen gestellt. Weitere Infos zum Dreigestirn sh.. http://www.fdmd2011.de.